Der Faire Handel will die Situation der Erzeuger: innen im globalen Süden verbessern und setzt auf ethischen Konsum. Soweit so gut. Dabei wird der Begriff „fair” einzig auf den globalen Süden angewendet. Zu einer fairen Welt gehören für uns auch faire Löhne – überall auf der Welt.
Wenn Lidl und Starbucks fairen Kaffee verkaufen und dafür von der Siegelorganisation „Fairtrade e.V.“ ausgezeichnet werden, dann ist das Greenwashing bzw. Fairwashing. Beide Firmen pflegen einen sehr ruppigen Umgang mit Gewerkschaften. Hinzu kommt beim transfair-Siegel eine deutliche Reduzierung der Fair-Handels-Kriterien. So werden mehr Produkte gesiegelt, aber nicht überall, wo fair drauf steht, ist auch wirklich fair drin (z.B. Mengenausgleich, z.B. Produkte von Großplantagen, z.B. bei Mischprodukten reicht ein Anteil von 20% für ein Fairtrade-Siegel). Deswegen verzichten die beiden großen Fair Handels Organisationen gepa und El Puente, aber auch WeltPartner Ravensburg auf das Transfair-Siegel auf ihren Produkten.
Wie kann ein verantwortungsvoller Konsum aussehen, der fair zu den ErzeugerInnen im Süden und fair zu den Angestellten im Norden ist?
FAIRlaufen
Ein Stadtrundgang zu fairer Arbeit und fairem Konsum in Saarbrücken
Montag 23. Juni 2025
Treffpunkt 17:30 Uhr bei der NGG
Fritz-Dobisch-Straße 5
66111 Saarbrücken
Dauer: ca. 1,5 Stunden,
Anmeldung erforderlich unter mail@a3wsaar.de.
FAIRlaufen ist ein gemeinsames Projekt der NGG Region Saarland und der Aktion 3.Welt Saar e.V.
FAIRlaufen wird unterstützt vom Fachpromotor für Fairen Handel, Han Wolf.