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Aktuelles

10. Dezember: 70. Jahrestag der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" - Soziale Teilhabe statt Anker-Zentrum Lebach

Presseerklärung des Saarländischen Flüchtlingsrats, 10.12.2018

Veröffentlicht am 10.12.2018

Anlässlich des 70. Jahrestages der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ plädiert der Saarländische Flüchtlingsrat e.V. erneut für einen Paradigmenwechsel in der saarländischen Flüchtlingspolitik. Im Mittelpunkt der Kritik steht das sogenannte Anker-Zentrum Lebach. Die auf Langzeit angelegte Kasernierung von Flüchtlingen, der Mangel an Privatsphäre und die Versorgung durch Lebensmittelpakete verstoßen gegen menschenrechtliche Standards und das Recht auf Selbstbestimmung.

„Die Aufrüstung des Flüchtlingslagers Lebach zu einem Anker-Zentrum soll im Saarland das Konzept der Massenlager für viele Jahre festschreiben“, so Peter Nobert vom Vorstand des Saarländischen Flüchtlingsrates, „das ist für uns nicht hinnehmbar. Wir werden weiterhin für eine humane Aufnahmepolitik ohne Abschiebungen mobil machen.“

Statt Willkommen und Solidarität werden Geflüchtete im Anker-Zentrum vom Rest der Gesellschaft faktisch isoliert. Flüchtlingslager wie das in Lebach machen auf Dauer krank, sowohl körperlich wie psychisch.

„Die Bereitschaft Flüchtlinge aufzunehmen und zu unterstützen ist in der saarländischen Bevölkerung nach wie vor vorhanden“, so Maria Dussing-Schuberth ebenfalls vom Vorstand des Saarländischen Flüchtlingsrates, „unsere Erfahrungen vor Ort seit 2015 haben gezeigt, dass die Aufnahme von Flüchtlingen in den Kommunen am Anfang jeder Integration und Teilhabe stehen muss.“ An der Frage, ob Flüchtlinge in unserer Gesellschaft willkommen seien, zeige sich, ob sich Politik und Gesellschaft insgesamt an Menschenrechten orientieren würden. Der Saarländische Flüchtlingsrat wolle menschenwürdige Verhältnisse und Selbstbestimmung für alle. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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