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Aktuelles

Schaffung von islamischem Gräberfeld in Merzig ist vorbildlich

Pressemitteilung der Aktion 3. Welt Saar vom 11.05.18

Veröffentlicht am 12.05.2018

Wichtiger Schritt zur Anerkennung von Muslimen als gleichberechtigte Bürger

Wir begrüßen, dass die Stadt Merzig auf dem Waldfriedhof ein eigenes Gräberfeld für Muslime eingerichtet hat“, erklärt Klaus Blees vom Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3.Welt Saar e.V.. „Damit spielt Merzig im Saarland eine Vorreiterrolle.“ Vergangene Woche wurde dieser Teil des Friedhofs von Bürgermeister Marcus Hoffeld und dem Imam der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Kemal Karacar, eingeweit. Bisher gibt es im Saarland ein solches Gräberfeld nur auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken. „Ein wichtiger Schritt zur Anerkennung von Muslimen als gleichberechtigte Bürger ist dabei auch, dass in Merzig die nach islamischem Ritus erforderliche Tuchbestattung erlaubt ist und die Sargpflicht entfällt“, betont Blees.

Wer muslimische Gräberfelder ablehnt, übt keine Islamkritik, sondern greift die private Religionsausübung von Muslimen an. Dies ist zum Beispiel in Leserkommentaren auf der Facebookseite der Saarbrücker Zeitung mehrfach geschehen.“ Mit der notwendigen Kritik an islamisch begründeten Menschenrechtsverletzungen habe das nichts zu tun, sondern sei selber ein Angriff auf Menschenrechte. „Wir hoffen, dass das Beispiel Merzig Schule macht und andere Gemeinden im Saarland nachziehen“, macht Blees deutlich.

Das entspreche auch der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit. „Angehörige aller Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften müssen die Möglichkeit haben, ihre Toten gemäß den eigenen Regeln zu bestatten, so lange damit keine hygienischen Risiken verbunden sind oder andere in ihren Rechten beeinträchtigt werden“, so Blees. „Muslime erhalten dadurch keine Sonderrechte, sondern gleiche Rechte.“
     

Hintergrundinformationen:
Die Aktion 3.Welt Saar e.V. ist eine allgemeinpolitische Organisation, die bundesweit arbeitet. Ihren Sitz hat sie im Saarland. Sie engagiert sich seit 1982 in der Lobbyarbeit für Flüchtlinge, arbeitet mit im Vorstand des Saarländischen Flüchtlingsrates und ist seit 2001 Teil des Netzwerkes, das sich für die Stilllegung des Abschiebegefängnisses Ingelheim ausspricht. Um Know-how zu bündeln und zu vernetzen, hat sie das „Kompetenzzentrum Islamismus“ aufgebaut. Dieses recherchiert und publiziert zu mit dem Islam begründeten Menschenrechtsverletzungen, organisiert Fachveranstaltungen und vermittelt ReferentInnen.
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„Muslime finden in Merzig ihre letzte Ruhe“
Opens external link in new windowSZ 06.05.18

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