Sie sind hier: Aktuelles

Die Aktion 3. Welt Saar veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Flugschriften zu Themen, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden.

Unsere undefinedaktuellen Flugschriften können Sie bei uns bestellen: Anruf oder undefinedE-Mail genügt.

Aktuelles

Vortrag in Erlangen: "Wie kritisch ist Critical Whiteness - Zur Kritik des neueren Antirassismus"

Mittwoch, 14. März 2018, 18 Uhr

Veröffentlicht am 14.03.2018

Referent: Klaus Blees (Aktion 3. Welt Saar e.V.)

Erlangen, vhs club INTERNATIONA, Friedrichstraße 17

VeranstalterInnen: Stadt Erlangen und andere, Opens external link in new windowim Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

VertreterInnen der Critical Whiteness (CW), der Kritischen Weißseinsforschung, haben in zentralen Punkten Recht. So ist es wichtig, zu lernen, auch bei weißen Antirassisten vorhandene, oft unbewusste rassistischen Stereotype selbstkritisch zu erkennen und wahrzunehmen und nicht mit der bequemen Floskel, alle Menschen seien gleich und man selber habe mit rassistischen Einteilungen nichts zu tun, zu übertünchen.

Jedoch sind – im Gegensatz zum Anspruch der CW-Anhänger, etwas Neues in den antirassistischen Diskurs eingebracht zu haben – derartige Forderungen nach selbstkritischer Reflexion nicht ihre Erfindung, sondern waren zuvor schon Bestandteil der Rassismuskritik. Die Behauptung, bis dato übersehene Lücken und blinde Flecken im antirassistischen Diskurs erstmals sichtbar gemacht zu haben, dient den CW-Vertretern dazu, ihren Ansatz als originell zu verkaufen.

CW lässt sich zunächst einmal zugute halten, den Blick hierauf erneut geschärft zu haben. Doch bleiben einflussreiche Teile der CW nicht bei der Analyse subtiler rassistischer Strukturen stehen, sondern fallen im Gegenteil hinter die emanzipatorischen, herrschaftskritischen Ansätze des klassischen Antirassismus zurück: Sie führen durch die Hintertür biologistische Kategorien wieder ein. Weiße sind nach ihrem Verständnis an sich in einer privilegierten Situation. Ihnen wird das Recht abgesprochen, aus sich heraus eine kritische Position zum Rassismus einzunehmen. Die Definitionsmacht, was rassistisch ist und was nicht, wird ausschließlich Menschen nichtweißer Hautfarbe, den „People of Color“, zugestanden. Deren Definitionen dürfen nicht kritisch hinterfragt werden, Weiße müssen sich ihren Urteilen bedingungslos unterwerfen. Doch „People of Color“, etwa Flüchtlingsaktivisten, die mit der CW-Ideologie nicht vertraut sind und deren Jargon nicht erkennen, werden ebenfalls gemaßregelt und auf die Sprachregelungen der CW verpflichtet.

Der Vortrag setzt sich vor allem mit dieser Rückkehr biologistischer Kategorien im Gewand des Antirassismus auseinander, als einem Rassismus mit umgekehrtem Vorzeichen. Diese Ausformung von CW wird als Neuauflage des Kulturrelativismus im modernen Gewand analysiert. Denn Kulturrelativisten schreiben bereits seit Jahrzehnten „nichtwestlichen“ Lebensweisen einen positiven Wert an sich zu, unabhängig davon, was diese Kulturen an Unterdrückungsstrukturen für ihre „ihre Mitglieder“ beinhalten.

Klaus Blees ist Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3.Welt Saar.

Lesetipp: Unter dem Titel „Wir teilen den sprachlichen Rigorismus nicht“ erschien 2015 ein Interview zur kritischen Weißseinsforschung in der Zeitschrift Phase 2 (Heft 51) mit Klaus Blees und Roland Röder von der Aktion 3.Welt Saar (Opens external link in new windowPDF).

Weitere Informationen in unserer Opens external link in new windowFlugschrift "'Afrika ist schwarz. Wirklich?' - AfrikaBilder in Kinderbüchern - eine kritische Reflexion" (PDF)

Interview mit Opens external link in new windowGertrud Selzer zum Thema "Rassismus in Kinderbüchern".

Aktuelle Veranstaltungen zu Themen wie Agrar, Hunger, Landwirtschaft, Ernährung etc. finden Sie bei ERNA goes fair.

Veranstaltungen

Irgendwas mit Frauen und Islam - Plädoyer für einen liberalen Islam

Vortrag mit Saïda Keller-Messahli, Saarbrücken, 19.09.2018, 18h

Allerweltsbasar: Fellenbergmühle Merzig

8. - 9. Dezember 2018, 10-18 Uhr

Neuigkeiten

Wieviel globale Gerechtigkeit steckt in einer Milchtüte?

Auszeichnung durch das bundesweite PromotorInnen-Programm

Neuer Verein "Fair im Saarland"

Aktion 3. Welt Saar bei Gründungsmitgliedern

Aktion 3.Welt Saar e.V. nimmt Einladung des Kultusministers an und arbeitet in LAG Erinnerung mit

Gedenken an tote Juden muss mit Eintreten für lebende Juden und den Staat Israel einhergehen

Nein zum Kopftuch bei minderjährigen Mädchen

Selbstbestimmung wird durch Verhüllungspflicht verhindert

Facebooksperren: Auch Aktion 3.Welt Saar betroffen

epd-Bericht vom 20.8.2018 über intransparente Löschkriterien des Unternehmens

"Für eine Faire Landwirtschaft weltweit"

Bericht über die Vortsellung des Agrarplakates im Paulinus Nr. 28 2018

Rechte Bürger gegen Moschee

Zu den Auseinandersetzungen um den Neubau einer Ditib-Moschee in Kaufbeuren. Jungle World 8.8.2018

„Juden und Radfahrer beherrschen die Welt. Wieso Radfahrer?“

Lernplakat und Broschüre gegen Antisemitismus zum Bestellen

Die saarländische Zivilgesellschaft will kein Anker-Zentrum

Appell des Saarländischen Flüchtlingsrates

Mehr als 40 Organisationen und Personen fordern:

Kein saarländisches „AnkER-Zentrum“

BMZ gegen bundesweites Agrarprojekt der Aktion 3. Welt Saar e.V.

Aus politischen Gründen Förderung bis 2020 abgelehnt

Irgendwas mit Big Food

Video- und Audiomitschnitt Vortrag Thomas Kruchem, 20.6.2018

Offener Brief zum geplanten Mahnmal in Völklingen

für die Zwangsarbeiter der Röchling Werke auf dem Gelände des Weltkulturerbes

Irgendwas mit Afrika und Kongo

Video- und Audiomitschnitt Vortrag Dominic Johnson, 22.5.2018