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Die Aktion 3. Welt Saar veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Flugschriften zu Themen, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden.

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Aktuelles

„Wie kritisch ist Critical Whiteness? Zur Kritik des neueren Antirassismus“

Vortrag, 11.10.2016. Frankfurt.

Veröffentlicht am 28.07.2016

Referent: Klaus Blees (Aktion 3. Welt Saar):

Dienstag, 11. Oktober 201, 20 Uhr

Café Kurzschlusz (FH Frankfurt)
Kleiststraße 5
60318 Frankfurt

Vertreter der Critical Whiteness (CW), der Kritischen Weißseinsforschung, haben in zentralen Punkten Recht. So ist es wichtig, zu lernen, auch bei weißen Antirassisten vorhandene, oft unbewusste rassistischen Stereotype selbstkritisch zu erkennen und wahrzunehmen und nicht mit der bequemen Floskel, alle Menschen seien gleich und man selber habe mit rassistischen Einteilungen nichts zu tun, zu übertünchen.

Jedoch sind – im Gegensatz zum Anspruch der CW-Anhänger, etwas Neues in den antirassistischen Diskurs eingebracht zu haben – derartige Forderungen nach selbstkritischer Reflexion nicht ihre Erfindung, sondern waren zuvor schon Bestandteil der Rassismuskritik. Die Behauptung, bis dato übersehene Lücken und blinde Flecken im antirassistischen Diskurs erstmals sichtbar gemacht zu haben, dient den CW-Vertretern dazu, ihren Ansatz als originell zu verkaufen.

CW lässt sich zunächst einmal zugute halten, den Blick hierauf erneut geschärft zu haben. Doch bleiben einflussreiche Teile der CW nicht bei der Analyse subtiler rassistischer Strukturen stehen, sondern fallen im Gegenteil hinter die emanzipatorischen, herrschaftskritischen Ansätze des klassischen Antirassismus zurück: Sie führen durch die Hintertür biologistische Kategorien wieder ein. Weiße sind nach ihrem Verständnis an sich in einer privilegierten Situation. Ihnen wird das Recht abgesprochen, aus sich heraus eine kritische Position zum Rassismus einzunehmen. Die Definitionsmacht, was rassistisch ist und was nicht, wird ausschließlich Menschen nichtweißer Hautfarbe, den „People of Color“, zugestanden. Deren Definitionen dürfen nicht kritisch hinterfragt werden, Weiße müssen sich ihren Urteilen bedingungslos unterwerfen. Doch „People of Color“, etwa Flüchtlingsaktivisten, die mit der CW-Ideologie nicht vertraut sind und deren Jargon nicht kennen, werden ebenfalls gemaßregelt und auf die Sprachregelungen der CW verpflichtet.

Der Vortrag setzt sich vor allem mit dieser Rückkehr biologistischer Kategorien im Gewand des Antirassismus auseinander, als einem Rassismus mit umgekehrtem Vorzeichen. Diese Ausformung von CW wird als Neuauflage des Kulturrelativismus im modernen Gewand analysiert. Denn Kulturrelativisten schreiben bereits seit Jahrzehnten „nichtwestlichen“ Lebensweisen einen positiven Wert an sich zu, unabhängig davon, was diese Kulturen an Unterdrückungsstrukturen für ihre „ihre Mitglieder“ beinhalten.

VERANSTALTERIN
S.I.C.K./ FH FFM & „autonome liste café kurzschlusz“
mit freundlicher Unterstützung des Referats für politische Bildung
des AStA der JWG-Universität FFM und den „JungdemokratInnen/
Junge Linke“

Klaus Blees ist Mitarbeiter im Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3.Welt Saar.

Unter dem Titel  „Wir teilen den sprachlichen Rigorismus nicht“ erschien 2015 ein Interview zur kritischen Weißseinsforschung in der Zeitschrift Phase 2 (Heft 51) mit Klaus Blees und Roland Röder von der Aktion 3.Welt Saar.

Zu dem Schwerpunktthema finden sich mehrere Beiträge in dem aktuellen Heft von Phase 2 (Heft 51)

Hier geht es zum Interview (pdf)

Aktuelle Veranstaltungen zu Themen wie Agrar, Hunger, Landwirtschaft, Ernährung etc. finden Sie bei ERNA goes fair.

Veranstaltungen

Frühlingsempfang „Verrückte Welt – Milch billiger als Wasser – Perspektiven für eine Faire Landwirtschaft in Nord und Süd“

Dienstag – 26.März 2019 – Beginn 20 Uhr Merzig, Fellenbergmühle, Marienstraße 34

Fairer Handel – Ist eine bessere Welt käuflich? - Vortrag

Dießen am Ammersee, 30. Mai 2019, 19.30 Uhr

Lesung „Krauts & Rüben. Der letzte linke Kleingärtner“

DGB-Bildungswerk Bayern, München, 31. Mai 2019, 19 Uhr

Fairer Handel – Ist eine bessere Welt käuflich? - Seminar

DGB-Bildungswerk Bayern, München, 1.Juni 2019, 10.30 - 17 Uhr

Neuigkeiten

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Eine Linke, die Islamkritik als rassistisch denunziert, verzichtet auf den universalistischen...

Bericht im Trierer Bistumsblatt Paulinus:

Zum 25. Jahrestag des PKK-Verbotes: In Deutschland verboten – in Luxemburg erlaubt

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Gelungene Performance auf der Brücke zwischen Schengen und Perl

Unterschiede Christentum – Islam

Ein Arbeitspapier des Kompetenzzentrums Islamismus der Aktion 3.Welt Saar e.V.

"Eine bessere Welt ist nicht käuflich"

SR3-Interview mit Roland Röder von der Aktion 3. Welt Saar

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epd-Bericht vom 20.8.2018 über intransparente Löschkriterien des Unternehmens