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Die Aktion 3. Welt Saar veröffentlicht in unregelmäßigen Abständen Flugschriften zu Themen, die es wert sind, genauer betrachtet zu werden.

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Aktuelles

Film: Afya Yangu. It’s my Right! Meine Gesundheit – das ist mein Recht"

Freitag, 9. März, Kino Achteinhalb, Saarbrücken.

Veröffentlicht am 15.02.2012

Afya Yangu. It’s my Right!
Meine Gesundheit – das ist mein Recht! Dokumentarfilm von Martina Backes und Lisa Ott
Mini DV / PAL 4:3 / OmdU / 69 min. / Kenia/Deutschland 2011

Freitag, 9. März 2012, 20 Uhr
Saarbrücken, kino achteinhalb, Nauwieser Str. 19

Eine gemeinsame Veranstaltung der Aktion 3.Welt Saar, Frauenbibliothek Saar, Endlich Afrika! (Saarbrücken), Fair Trade Initiative Saarbrücken und Frauennotruf Saarland mit Unterstützung der Stiftung Demokratie Saar.

Wir laden Sie herzlich zu dieser Filmvorführung ein.
Für die Aktion 3.Welt Saar: Barbara Hilgers und Andrea Wolf

Frauen in Kenia sprechen über ihr Recht auf Gesundheit und sexuelle Selbstbestimmung. Indem sie ihre Stimme erheben, handeln sie gegen patriarchale Gewohnheitsrechte, repressive Tabus und Gewalt.

Die ProtagonistInnen erzählen, warum ungewollte Schwangerschaften und Abtreibungen für Frauen oft tödlich enden. Sie beschreiben – nicht ohne Humor und Zweifel – ihre Rolle als Frau in der Gesellschaft und verraten, wie sie mit ihren Wünschen und gelebten Krisen umgehen.

Ihre mutigen Erzählungen verurteilen das Wegsehen und verdeutlichen, was anders werden muss, wenn das Recht von Frauen auf reproduktive Gesundheit und sexuelle Selbstbestimmung gelebte Realität werden soll. Der Mut der Kenianerinnen, das Schweigen über ein intimes Thema zu brechen, stößt auch hier eine rege Debatte an.

Hintergrund

Im September 2000 verabschiedeten führende PolitikerInnen auf einem Gipfeltreffen der Vereinten Nationen die so genannte Millenniumserklärung. Die Weltgemeinschaft verpflichtete sich hier unter anderem, die Gesundheit von Frauen weltweit zu verbessern, indem bis 2015 der universelle Zugang zu reproduktiver Gesundheitsfürsorge sichergestellt und die Müttersterblichkeit um 75 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 gesenkt wird.

Im Jahre 2010, fünf Jahre vor Ablauf der Frist, wurde Zwischenbilanz gezogen. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon fest: "Today, maternal mortality is the slowest moving target of all the Millennium Development Goals – and that is an outrage.”

Kenia ist eines der Länder, in denen sich die Gesundheitssituation sogar verschlechtert hat. Und es sterben mehr Frauen an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt als zuvor. Die gesellschaftlichen Ursachen für die hohe Müttersterblichkeit, zu der auch eine restriktive Abtreibungsgesetzgebung gehört, blieben unangetastet. Die Verfügbarkeit medizinischer Leistungen alleine reicht nicht, um Gesundheit zu verwirklichen. Das Zusammenwirken von geschlechtsspezifischer Diskriminierung, sozialer Ungleichheit und ökonomischer Unsicherheit erhöht das Risiko unerwünschter Schwangerschaften und verhindert, dass eine angemessene medizinische Betreuung wahrgenommen werden kann – selbst dann, wenn sie angeboten wird.

Insofern geht es in dem Film auch um den Zusammenhang zwischen Müttersterblichkeit und den Geschlechterrollen sowie der daraus resultierenden Verletzung des Rechtes auf reproduktive Gesundheit und sexuelle Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen.

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