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Aktuelles

Der "Paulinus" berichtete über die Verleihung des Ökumenischen Förderpreises an "ERNA goes fair"

"Derbe Worte für ein komplexes Phänomen" - Heft Nr. 44 vom 1. November 2015

Veröffentlicht am 23.12.2015

Der "Opens external link in new windowPaulinus - Wochenzeitung des Bistums Trier" - berichtete Anfang November 2015 über die Verleihung des Ökumenischen Förderpreises an das Projekt "ERNA goes fair" der Aktion 3.Welt Saar in Münster. Anbei der Artikel im Volltext:

Derbe Worte für ein komplexes Phänomen

Für ihr Agrarprojekt „ERNA goes fair“ hat die Aktion 3. Welt Saar den „Ökumenischen Förderpreis Eine Welt“ erhalten.

„Wir zeichnen heute die Aktion 3. Welt Saar für das Projekt ‚ERNA goes fair‘ aus. Es gibt wenige Gruppen, die so kontinuierlich im ländlichen Raum arbeiten und dabei nicht provinziell sind, sondern immer auch eine überregionale Ausstrahlung haben. Sie haben keine Berührungsängste und geben mit ihrer beherzten Meinungsfreudigkeit Anreize zur Diskussion.“

Mit diesen Worten überreichte Prof. Dr. Claudia Warning vom Vorstand von „Brot für die Welt“ den Ökumenischen Förderpreis des Werks an Ingrid Röder, Ottmar Ilchmann und Roland Röder von der Aktion 3. Welt Saar. Ilchmann ist Milchbauer in Ostfriesland und bringt sich in das ERNA-Projekt ein. Der Festakt fand in Münster statt.

„ERNA goes fair – für eine faire Landwirtschaft weltweit“ ist ein überregionales Agrarprojekt der Aktion 3. Welt Saar gemeinsam mit Milchbauern, Naturschützern und – bundesweit einzigartig – Gewerkschaften (der „Paulinus“ berichtete). ERNA steht für ERnährungssicherheit und NAchhaltigkeit. Der Ökumenische Förderpreis wird gemeinsam von Brot für die Welt und dem Katholischen Fonds in den drei Kategorien „Entwicklungspolitik global“, „Klimagerechtigkeit“ und „Kirchliche Partnerschaften“ vergeben und ist mit je 3000 Euro dotiert. Die Aktion 3. Welt Saar erhielt ihn in der Kategorie „Entwicklungspolitik global“. Anwesend bei der Preisübergabe waren Erzbischof Ludwig Schick von der Deutschen Bischofskonferenz und Monsignore Wolfgang Huber, Vorsitzender des Katholischen Fonds.

„Die Jury hat an dem Projekt überzeugt, dass es aus der Perspektive der Betroffenen konzipiert ist“, sagte Warning. „Natürlich kümmert sich die Aktion 3. Welt Saar um die Belange der Armen im Senegal und in Paraguay. Sie kümmert sich aber auch um die

Bauern in Deutschland, die dazwischen stehen und leicht einseitig in eine Verursacherrolle gedrängt werden könnten. Die Interessen und Sorgen dieser Bauern werden ernst genommen, ihre Zwänge werden gesehen und so werden sie zu Kooperationspartnern.“

„Deutsche Kühe weiden in Paraguay“

Besonders angetan hatte es Warning ein Slogan der Kampagne: „Deutsche Kühe weiden in Paraguay und scheißen auf die Bauern im Senegal“. Dazu meinte Warning: „So derb und plastisch kann man ein Globalisierungsphänomen beschreiben und damit in wenigen Worten ein komplexes Beziehungsgeflecht auffächern.“ In Paraguay werden Bauern enteignet, um riesige Flächen mit Soja zum Export als Futtermittel anzubauen. Die politisch von der EU gewollte Überproduktion an Milch drückt die Preise für deutsche und andere EU-Bauern und zwingt viele zur Aufgabe ihrer Höfe. Die überschüssige Milch wird als Kondensmilch und Milchpulver zu Dumpingpreisen nach Westafrika exportiert und bringt dort die Milchbauern um ihre Existenz. Die auf den ersten Blick ganz unterschiedlichen Probleme und Zwänge der Bauern und Bäuerinnen sind, so Warning, „alle Folge einer auf Wachstum um jeden Preis ausgerichteten Landwirtschaftspolitik.“

Mit „ERNA goes fair“ arbeitet die Aktion 3. Welt Saar auch im Trägerkreis des bundesweiten Agrarbündnisses „Meine Landwirtschaft – unsere Wahl“ und ist Mitveranstalterin der jährlichen Demonstration „Wir haben es satt“ zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin.

 "Derbe Worte für ein komplexes Phänomen" PDF 200 KByte.

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