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Aktuelles

Grußwort von Gertrud Selzer auf der Kundgebung gegen das AKW Cattenom.

Cattenom, 25.4.2011, mit Bildergalerie.

Veröffentlicht am 26.04.2011

Liebe Freunde und Freundinnen,

es tut gut, wieder gemeinsam gegen Cattenom zu demonstrieren.

Ich habe heute hier viele altbekannte Gesichter gesehen.

  • Menschen mit denen ich schon vor 25 Jahren am 15. Juni 1986 in Koenigsmacker gemeinsam gegen Cattenom demonstriert habe.
  • Menschen, die gemeinsam Sonntagsspaziergänge organisiert haben.
  • Menschen, die gemeinsam an geschlossenen Grenzübergängen standen

Ich erinnere mich auch an die spektakuläre Kühlturmbesetzung von Robin Wood, die 1986 von uns unterstützt wurde und für viel Wirbel sorgte.

All dies verbindet. Aber ich habe heute auch viele neue Gesichter gesehen.

Dies finde ich ermutigend. Als wir von der Aktion 3.Welt Saar in den letzten Jahren gegen das geplante atomare Endlager im lothringischen Bure demonstrierten und Aktionen gegen die Castor-Transporte organisierten, hatte ich manchmal den Eindruck, verdammt einsam zu sein. Es fiel zunehmend schwer, selbst die eigenen Mitglieder für diese Proteste zu motivieren.

Was uns heute hier eint, ist, dass wir keine Spaltprozesse wollen. Wir wollen keine Spaltprozesse in den Atomkraftwerken. Und wir wollen keine Spaltung in gute und schlechte Atomkraftgegner. Wir sind gegen AKW’s.

  • Das sollte ausreichen, gemeinsam und unwiderstehlich zu demonstrieren.
  • Das sollte aber auch ausreichen, gemeinsam und unwiderstehlich den rechten Rattenfängern aus dem Umfeld der NPD nicht auf den Leim zu gehen.

Wenn wir heute hier gegen Cattenom demonstrieren, dann tun wir dies auch in dem Bewusstsein, dass Atomkraftwerke in Deutschland wie in Frankreich immer auch mit Polizeigewalt durchgesetzt wurden.

Ich erinnere an Vital Michalon, der bei der Auseinandersetzung um den Schnellen Brüter in Malville in Frankreich 1977 von einer Granate der französischen Polizei CRS erschossen worden ist. Und an die Auseinandersetzungen in Gorleben, Brockdorf, Wackersdorf und Kalkar, die die Anti-AKW Bewegung geprägt haben.

Der Bau von AKW’s war immer auch gleichbedeutend mit dem Abbau demokratischer Rechte. Und ich erinnere daran, dass der Widerstand gegen Cattenom begann, sobald die Pläne für das AKW in den 70’ern bekannt wurden

Lasst mich am Ende meines Grußwortes noch an etwas Wichtiges erinnern: Atomkraftwerke und Atombomben gehören zusammen. Das eine bedingt das andere.

Deshalb freut es mich, dass zeitgleich mit uns hier, Menschen in Büchel in der Eifel  gegen dort gelagerte Atomwaffen demonstrieren. Ich habe gerade mit Hermann Annell gesprochen, von der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier. Er ist vor Ort in Büchel und hat die Demonstration mit organisiert. Er grüßt Euch alle.

Heute hier in Cattenom zu sein bedeutet, keine Ruhe zu geben, bis Cattenom vom Netz ist und alle anderen Atomanlagen. Das ist unser Auftrag. Und so lange kommen wir wieder. Wir werden keine Ruhe geben. Vielen Dank.

Veranstalterin der Kundgebung war die undefinedInternationale Aktionsgemeinschaft gegen das AKW Cattenom 

Bildergalerie vom 25.04.2011

Die Aktion 3.Welt Saar rief mit auf zu der Demonstration gegen Cattenom am 25.April 2011. Sie engagiert sich seit 25 Jahren kontinuierlich gegen Atomanlagen:

  • 1986 Gründung der "Internationale Aktionsgemeinschaft gegen Cattenom",
  • gemeinsam mit Robin Wood Organisation der Kühlturmbesetzung in
    Cattenom (1986)
  • 15.Juni 1986 Mitorganisation der Demonstrationen in Koenigsmacker /
    Lothringen mit 20.000 TeilnehmerInnen
  • Verschiedene Aktionen in der Region Cattenom; u.a. Besetzung des
    Infopavillons gemeinsam mit anderen
  • Verschiedene Demonstrationen in Luxemburg und Thionville
  • Beteiligung an Protesten gegen Castor-Transporte
  • Aktionen gegen das geplante Atommüllendlager im lothringischen Bure
  • 2010/2011 Beteiligung an den Montagsdemonstrationen in Saarbrücken und Trier gegen AKW's

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