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Aktuelles

Ökumenischer Förderpreis von Brot für die Welt und Katholischem Fonds für Aktion 3.Welt Saar

Auszeichnung für Agrarprojekt „ERNA goes fair"

Veröffentlicht am 28.09.2015

Pressemitteilung 29.9.2015

„Ich sehe den Preis als Auszeichnung für unsere bundesweite Agrararbeit, mit der wir uns gemeinsam mit Bauern für eine bäuerliche Landwirtschaft und gegen die neoliberale Ausrichtung der deutschen Agrarpolitik wehren“, so Christian Hirsch vom Vorstand der Aktion 3.Welt Saar. Diese erhält für ihr Agrarprojekt „ERNA goes fair – für eine faire Landwirtschaft weltweit“ den Ökumenischen Förderpreis Eine Welt. Der Preis wird von Brot für die Welt und dem Katholischen Fonds ausgelobt und am 16. Oktober in der Franz Hitze Akademie in Münster verliehen. Er wird in den drei Kategorien „Entwicklungspolitik global“, „Klimagerechtigkeit“ und „Kirchliche Partnerschaften“ vergeben und ist mit jeweils 3.000 € dotiert. Die Aktion 3.Welt Saar erhält ihn in der Kategorie „Entwicklungspolitik global“. Die Jury besteht aus Bernhard Felmberg (BMZ), Erzbischof Ludwig Schick (Deutsche Bischofskonferenz) und Claudia Warning (Brot für die Welt).


„ERNA goes fair“ steht für Ernährungssicherheit und Nachhaltigkeit und ist eine Kampagne der Aktion 3.Welt Saar für eine faire Landwirtschaft weltweit. ERNA vernetzt Bauern, Naturschützer, 3. Welt Engagierte und bundesweit einzigartig, Gewerkschaften. Die von Bauern gewollte Bündelung von Milch oder anderer Agrarprodukte ist identisch mit der Bündelung von Arbeitskraft durch Gewerkschaften. Nicht der einzelne Bauer oder der einzelne Arbeitnehmer verhandelt alleine. Kooperationspartner von „ERNA goes fair“ sind der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM), der DGB Saar, der Naturschutzbund (NABU) Saar und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), LV RLP-Saar.

„Deutsche Kühe weiden in Paraguay und scheißen auf die Bauern im Senegal“, lautet eine der provokanten Aussagen im Rahmen des ERNA Projektes, die den Irrsinn des globalisierten Milchmarktes pointiert benennt. In Paraguay werden Bauern enteignet, um riesige Flächen mit Soja zum Export als Futtermittel für deutsche Kühe anzubauen. Die politisch von der EU gewollte Überproduktion an Milch wird als Kondensmilch und Milchpulver nach Westafrika exportiert und zerstört dort die Lebensgrundlagen von Milchbauern. Auch in Deutschland und in der EU werden Milchbauern durch die neoliberale Agrarpolitik zur Aufgabe ihrer Höfe gezwungen. Dagegen regt sich weltweit Widerstand. Bauernproteste nehmen zu. All dies findet man zum Beispiel auf einem von ERNA erstellten Agrarplakat, das an Stalltüren wie in Klassenzimmern hängt.

Mit „ERNA goes fair“ arbeitet die Aktion 3.Welt Saar auch im Trägerkreis des bundesweiten Agrarbündnisses „Meine Landwirtschaft- unsere Wahl“ und ist Mitveranstalterin der jährlichen Demonstration „Wir haben es satt“ zum Auftakt der Grünen Woche in Berlin. „ERNA goes fair“ wird gefördert aus Mitteln des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), des saarländischen Umwelt- und Kultusministeriums und aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt / Evangelischer Entwicklungsdienst.

Mehr Infos unter www.erna.a3wsaar.de


Hintergrundinformationen:
Im Rahmen des Projektes werden Publikationen wie die Flugschrift „Milch billiger als Wasser“ oder ein Agrarplakat für Schulen und Stalltüren erstellt, Veranstaltungen durchgeführt.

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