Antisemitismus im Fußball

Über das Schweigen von Fans und Funktionären. Vorträge in Merzig, Stuttgart und Halle.

Die Veranstaltungsreihe beginnt in Merzig:
Sonntag, 14. Juni
18 Uhr
Merzig, Stadthalle, im Begleitprogramm der
Anne Frank Ausstellung.
Der Vortrag mit Diskussion wird gemeinsam veranstaltet von der Christlichen Erwachsenenbildung e.V. und der Aktion 3.Welt Saar

Die zweite Veranstaltung findet in Stuttgart statt:
Montag, 15. Juni 2009
18:00 bis 20:00 Uhr
Gewerkschaftshaus Stuttgart

Raum 245,
Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart
Referenten: Christoph Goergen und Christian Hirsch
"In den Lauf - Fußball, Fans, Kultur - Eine Gruppe der Aktion 3. Welt Saar"
Veranstalter: ver.di Bezirk Stuttgart
Anmeldebedingungen: Eintritt frei. Anmeldung nicht erforderlich.

Und zum Dritten in Halle:
21. August 20:00 Uhr
Kleiner Saal des Stadthauses, Marktplatz 2;

Referenten: Christian Hirsch und Alex Feuerherdt
".... in den Lauf. Fußball, Fans, Kultur - ine Gruppe der Aktion 3.Welt Saar"
Veranstalter: Heinrich Böll Stiftung Sachsen-Anhalt

<link www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/zeitgeschichte/2009/fussball-und-antisemitismus/&gt;http://www.boell-sachsen-anhalt.de/themen/zeitgeschichte/2009/fussball-und-antisemitismus/</link>

„Wir bauen eine U-Bahn von … nach Auschwitz“. Dieser Slogan – der Ort in der Mitte wird dabei ausgetauscht – wird Woche für Woche in Fußballstadien gesungen. Antisemitismus hat im Fußball seinen Platz, analog zu seiner Präsenz in der Gesellschaft. Der Begriff „Jude“ wird im Fußball durchgängig als Schimpfwort benutzt gegenüber gegnerischen Fans, gegnerischen Vereinen oder dem Schiedsrichter. Bei solchen Sprüchen fällt auf, dass Polizei und Vereinsordner daneben stehen, aber meist nicht eingreifen. Auffallend ist, dass antisemitische Beschimpfungen in den letzten Jahren in den oberen Ligen abgenommen, dafür aber in den unteren Ligen zugenommen haben. Neben der Medienpräsenz liegt dies auch an der Gegenbewegung von Seiten der Fans. Die Faninitiative „Schickeria München“ organisiert jährlich in den Sommerferien das antirassistische Kurt-Landauer-Turnier; Kurt Landauer war der jüdische Präsident des FCB vor und nach dem „Tausendjährigen Reich“. Als überzeugte und praktizierende Fußballfans richten sich Christian Hirsch und Christoph Goergen mit ihrem Vortrag an alle, die die oben beschriebenen Phänomene aus eigener Anschauung kennen, sich bisher aber nicht trauten, im Stadion aktiv dagegen vorzugehen. Zur Veranstaltung eingeladen sind auch allgemein an Fußball Interessierte, die nicht ins Stadion gehen, sondern Fußball via TV und Printmedien konsumieren.


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