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Saarland schiebt weiter nach Afghanistan ab

Afghanischer Geflüchteter aus Lebach soll heute abgeschoben werden

Veröffentlicht am 09.02.2021

Pressemitteilung des Saarländischen Flüchtlingsrats, 09.02.2021

„Afghanistan ist das gefährlichste Land der Welt. Abschiebungen dorthin sind ein politischer Skandal und müssen sofort beendet werden“, erklärte Peter Nobert vom Vorstand des Saarländischen Flüchtlingsrates e.V. anlässlich des für heute geplanten Abschiebeflugs nach Afghanistan. „Afghanistan gilt laut Robert-Koch-Institut als Hochinzidenzgebiet. Auch deswegen sind Abschiebungen dorthin unmenschlich und durch nichts zu rechtfertigen.“
Bei der heutigen Sammelabschiebung nach Afghanistan wird erneut ein Geflüchteter aus dem Saarland mit dabei sein.  Es handelt sich um einen Afghanen aus dem Lager Lebach, der seit acht Jahren in Deutschland lebt und sehr gut Deutsch spricht. Er wurde am Montagmorgen verhaftet, als er auf der Ausländerbehörde seine Duldung verlängern wollte.

Seit Dezember 2016 startet Monat für Monat eine Sammelabschiebung nach Afghanistan. Wegen der Corona-Pandemie waren sie aber zwischen März und November 2020 ausgesetzt. Am 16. Dezember 2020 wurden die Sammelabschiebungen wieder aufgenommen. Auch an diesem Flug hatte sich das Saarland beteiligt und einen Afghanen abgeschoben.  

Zur Position des Saarländischen Flüchtlingsrates e.V.

Foto: Demonstration in Berlin gegen Abschiebungen nach Afghanistan.
© IPPNW / flickr, CC BY-NC-SA 2.0