Militarisierung

Unsere Position zum Thema Militarisierung

Was tun, wenn Frieden schaffen ohne Waffen in die Hose geht?

Es macht einmal Bums und alles ist vorbei: Der Glaube, mit Waffen Konflikte lösen zu können, ist weit verbreitet. Bei den Rüstungsexporten verpasst Deutschland mit Platz vier knapp das olympische Podest. Und die heutige Bundeswehr ist keine Armee mehr zur Landesverteidigung, sondern unter anderem zur Sicherung der globalen Rohstofflieferungen.

Alles in allem haben wir uns ein tiefsitzendes Misstrauen vor militärischen Lösungen bewahrt.

Bei Kämpfen im globalen Süden von nationalen Befreiungsbewegungen sind wir immer dafür, dass die Waffen schweigen und stattdessen via Verhandlungen eine politische Lösung zur Aufteilung der Ressourcen gesucht wird.

Eine militärische Lösung kennt zu oft viele Verlierer auf beiden Seiten: Mütter und Väter, die um ihre Kinder trauern. Söhne und Töchter, die um ihre Mütter und Väter trauern. Nicht selten führt ein militärisch ausgetragener Konflikt zur Militarisierung der Innenpolitik und zu massivem Abbau von Bürgerrechten: zum Beispiel, wenn die Türkei Jagd auf Kurden und die von ihnen gegründete PKK macht und international die EU unter Druck setzt, dies ebenfalls zu tun. Auch hier sind wir für Dialog und Entspannung.

Allerdings wären weder der 8. Mai 1945 noch der Sieg über den IS alleine mit politischen Mitteln möglich gewesen. Daher sind wir keine lupenreinen Pazifisten, weil für uns nicht jeder Militäreinsatz schlecht ist. Umgekehrt verkennen wir nicht, dass Militär gigantische Ressourcen an Geld, Rohstoffen, Wissenschaft und Menschen bindet, die in anderen Bereichen fehlen.

Und eigentlich träumen wir davon, wie schön die Welt wäre, wenn es keine Panzer, Bomber und sonstigen Waffen gäbe. Dafür arbeiten wir – mit Herz und Verstand.

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