Mannheimer Messeranschlag zeigt Ausmaß der islamistischen Bedrohung

Stürzenberger ist Opfer, aber auch geistiger Brandstifter
Muslimfeindliche Hetze ist keine Islamkritik

Pressemitteilung vom 3. Juni 2024

„Der mutmaßlich islamistisch motivierte Mordanschlag in Mannheim zeigt die große Gefahr, die vom Islamismus in Deutschland ausgeht.“ So bewertet Klaus Blees vom Kompetenzzentrum Islamismus der Aktion 3.Welt Saar den Messeranschlag vom 31. Mai, bei dem ein aus Afghanistan stammender Mann Menschen an einem Stand der muslimfeindlichen ‚Bürgerbewegung Pax Europa‘ (BPE) angegriffen und dabei einen Polizisten ermordet und mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt hat. „Diese Gefahr manifestiert sich auch in den antisemitischen Aufmärschen und Universitätsbesetzungen der sogenannten Palästina-Solidarität, bei denen Islamisten und ihre ‚linken‘ Helfer Hand in Hand agieren“, so Blees weiter.

Dass Stürzenberger und BPE Hetzer seien, ändere nichts am verbrecherischen Charakter der Tat gegen sie. „Den Verletzten wünschen wir eine baldige Genesung“, betont Blees und stellt klar: „Dies alles darf aber nicht in politischen Kredit für Stürzenberger & Co umgemünzt werden, denn sie sind und bleiben geistige Brandstifter.“

Erschreckend sei, dass viele Medien dem Narrativ Stürzenbergers und der AfD folgen und ihn als Islamkritiker bezeichnen. „Damit setzen diese Medien Hetze mit Kritik gleich. Die chauvinistische Hetze gegen Menschen wegen ihrer religiösen Glaubensvorstellungen ist aber etwas grundsätzlich anderes als Islamkritik bzw. Religionskritik, denn Religionskritik zielt nicht auf die Verfolgung der Gläubigen, sondern auf deren Befreiung aus religiösen Zwängen.“

Auch in den die Islamkritik diffamierenden Kampfbegriffen wie "Islamophobie" und "antimuslimischer Rassismus" zeige sich diese Verwechslung von Hassrede und Kritik.

„Wenn die Jugendorganisation der AfD, die ‚Junge Alternative‘, bei einer ‚Mahnwache‘ in Mannheim als Antwort auf die Tat die ‚Remigration‘ von Flüchtlingen fordert, stellt sie sich auf die Seite der islamistischen Gewalttäter. Denn diese Forderung impliziert de facto, Menschen, die vor islamistischer Gewalt geflohen sind, in ihre Herkunftsländer zu deportieren und dort erneut ihren islamistischen Verfolgern auszusetzen“, so Blees.