»Thomas Sankara – L’homme intègre » - Film mit Diskussion

Dienstag, 20. November, 19.30Uhr, Filmhaus Saarbrücken, Diskussion mit Fidèle Kientega, Ex Minister

In seiner Amtszeit in Burkina Faso (Westafrika) den Hunger besiegt sowie Reformen zur Frauen- und Ökologiefrage

„Thomas Sankara, L’homme intègre“ von Robbin Shuffield, Frankreich 2006:

Dienstag, 20. November 2007
19.30 Uhr, Saarbrücken
Galerie im Filmhaus, Mainzer Str. 8
Eintritt 4,30 €
für Fördermitglieder frei

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Demokratie Saarland und dem Filmhaus

 

Den Hunger besiegt, die Ökologiefrage zum Thema gemacht, das Vordringen der Wüste gestoppt, die Beschneidung von Mädchen verboten, mehr Frauen im Kabinett als andere Regierungen – die Erfolgsbilanz von Thomas Sankara ist beeindruckend und visionär. Er war 1983-1987 Präsident des westafrikanischen Landes Burkina Faso (Land der aufrechten Menschen). Zum 20. Jahrestag seiner Ermordung durch die heutigen Machthaber zeigt die „Aktion 3.Welt Saar“ den aktuellen Dokumentarfilm „Thomas Sankara – L’homme intègre“ von Robbin Shuffield, Frankreich, 2006: Dienstag, 20. November 2007, 19.30 Uhr Saarbrücken, Galerie im Filmhaus, Mainzer Straße 8; in Zusammenarbeit mit der Stiftung Demokratie Saarland und dem Filmhaus. Eintritt 4,30 €, für Fördermitglieder frei. Der Film wird in Anwesenheit von Fidèle Kientega aus Burkina Faso gezeigt. Er war außenpolitischer Berater und Erziehungsminister unter Sankara und steht nach der Vorführung für Fragen zur Verfügung. Heute ist er Abgeordneter im Parlament Burkina Fasos. Die Moderation und Einführung übernehmen Barbara Hilgers und Kathrin Schank von der „Aktion 3.Welt Saar“.

Als Sankara 1983 Präsident des westafrikanischen Landes Obervolta wurde, nannte er das Land um in „Land der aufrechten Menschen“, Burkina Faso. Neues Dienstfahrzeug für Regierungsmitglieder wurde statt großer Limousinen der Renault R5. Über diese Symbolik hinaus initiierte er eine beispiellose Reformwelle, die die Lebenssituation der 7 Millionen Einwohner grundlegend verbesserte und setzte dabei auf die „eigenen Kräfte“. Heute ist unstrittig, dass in seiner Amtszeit der Hunger besiegt wurde. Burkina Faso war 1987 bei Grundnahrungsmitteln selbstversorgend. Seine Kampagnen gegen das Vordringen der Wüste (Desertifikation), in deren Verlauf mehrere Millionen Bäume angepflanzt wurden, zeugten von ökologischer Weitsicht. Durch seinen aktiven Kampf gegen die Korruption und das Verbot der Beschneidung von jungen Mädchen machte er sich in einer patriarchal geprägten Gesellschaft nicht nur Freunde. Ein Novum war, dass er mehrere Frauen in seinem Kabinett hatte, so viele wie nie zuvor in einem afrikanischen Land. Letztlich wurde er ermordet, weil seine Erfolge eine immer größere Anziehungskraft in andere Länder hinein entfalteten.

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